Controlling beginnt dort, wo Planung messbar wird.
In vielen Gesundheitseinrichtungen liegen entscheidende Informationen bereits vor – verteilt auf Terminkalender, Fachabteilungen, Standorte und unterschiedliche IT-Systeme. Was häufig fehlt, ist der durchgängige Blick darauf, wie Termine, Ressourcen und Leistungen zusammenwirken.
Der MRM schafft diese Transparenz. Das System macht sichtbar, welche Leistungen geplant werden, wie häufig sie stattfinden, welche Ressourcen dafür gebunden sind und ob die geplante Kapazität zu den Versorgungs- und Wirtschaftlichkeitszielen Ihrer Organisation passt.
Sie steuern nicht mehr nur Belegung und Verfügbarkeit. Sie steuern Leistung.
Die richtigen Fragen – jederzeit beantwortbar
Verantwortliche im Controlling, in der Geschäftsführung und im operativen Management erhalten eine belastbare Grundlage für Entscheidungen:
- Welche Leistungsstelle erreicht ihre Ziele – und welche bleibt darunter?
- Welche Leistungen werden an welchem Standort wie häufig geplant?
- Wie entwickelt sich die Auslastung einzelner Ambulanzen, Teams, Räume oder Geräte?
- Wie hoch ist der Anteil der Arbeitszeit im direkten Patientenkontakt?
- Wo fehlen planbare Kapazitäten für dringliche Fälle, Notfälle oder Zuweisungen?
- Wo wird zu früh vollständig verplant – und wo bleibt wirtschaftlich nutzbare Kapazität ungenutzt?
- Welche Ressourcen begrenzen Wachstum, Leistungserbringung oder die Patientenzugänglichkeit?
- Wie unterscheiden sich Standorte, Fachbereiche oder Gesellschaften innerhalb eines Verbunds?
Patientenkontaktzeit gezielt steuern
Wirtschaftlichkeit entsteht nicht allein durch hohe Auslastung. Entscheidend ist, welcher Anteil der verfügbaren Arbeitszeit tatsächlich im patientennahen, gegebenenfalls abrechenbaren Kontakt eingesetzt wird.
Der MRM unterstützt Sie dabei, Zielwerte und Korridore für die Patientenkontaktzeit zu definieren – etwa als Anteil der Arbeitszeit oder als Anzahl geplanter Einheiten pro Tag oder Woche. So erkennen Sie differenziert, ob Ressourcen ihre Zielwerte erreichen, darunterliegen oder bereits in eine Überlastung geraten.
Das ermöglicht eine Steuerung, die sich an der Realität orientiert: Teilzeitmodelle, unterschiedliche Berufsgruppen, individuelle Aufgabenprofile und standortspezifische Anforderungen können berücksichtigt werden. Statt pauschaler Vorgaben entsteht ein nachvollziehbares Leistungsbild.
Ein Beispiel. Eine Fachambulanz definiert für ärztliche Ressourcen einen Zielkorridor von 60 bis 80 Prozent Patientenkontaktzeit. Der MRM zeigt, welche Ressourcen unterhalb des Zielwerts liegen, wo Kapazität für zusätzliche Leistungen vorhanden ist und wo eine hohe Auslastung durch Dokumentation, Koordination oder komplexe Fälle sachlich begründet ist.
Nicht jede freie Stunde ist wirtschaftlich gleichwertig.
Der MRM macht sichtbar, welche definierten Leistungen in welchem Zeitraum geplant werden – je Tag, Woche, Standort oder Leistungsstelle. Damit richten Sie die operative Planung an den Leistungszielen der Einrichtung aus:
- Mindestmengen und Zielvolumina je Leistung oder Fachbereich nachvollziehen
- Kapazitäten dort ausbauen, wo Nachfrage und Wirtschaftlichkeit zusammenkommen
- Abweichungen zwischen geplanten Leistungsvolumina und Zielwerten früh erkennen
- Angebotsstrukturen standortübergreifend vergleichen und weiterentwickeln
- Ressourcen gezielt auf Leistungen mit hoher strategischer Relevanz ausrichten
Geld sparen, ohne Versorgung zu gefährden.
Eine vollständige Verplanung wirkt auf den ersten Blick effizient. In der Praxis kann sie teuer werden: Dringliche Anfragen müssen improvisiert untergebracht werden, Personal wird durch kurzfristige Umplanungen belastet, und wertvolle Ressourcen stehen dann nicht zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden.
Mit der Kontingentplanung legen Sie fest, welcher Anteil einer Ressource planbar belegt werden soll und welche Kapazität bewusst verfügbar bleibt – prozentual oder über eine definierte Anzahl von Einheiten, bezogen auf Tage oder Wochen. So reservieren Sie nicht pauschal Termine in starren Blöcken, sondern steuern Kapazität dynamisch.
Was in die Kontingentplanung einfließt
- Freizuhaltende Kapazitäten für dringliche Fälle oder Notfälle
- Unterschiedliche Anforderungen je Fachbereich und Versorgungsauftrag
- Separate Regeln für Personen, Räume und medizinische Geräte
- Tages- oder Wochenlogiken für die Kapazitätssteuerung
- Zeitabhängige Freigaben, etwa wenn reservierte Kapazitäten bis kurz vor dem Termin ungenutzt bleiben
- Schutz von Zeitfenstern für patientennahe Dokumentation und weitere notwendige Tätigkeiten
Dadurch reduzieren Sie unnötige Überplanung, vermeiden operative Reibungsverluste und erhöhen gleichzeitig die Fähigkeit, kurzfristige Nachfrage kontrolliert aufzunehmen. Das Konzept unterstützt ausdrücklich eine zeitgesteuerte Verplanung statt starrer Slot-Blockaden.
Versorgung und Wirtschaftlichkeit verbinden
Eine leistungsfähige Organisation braucht beides: hohe Produktivität und ausreichend Flexibilität. Statt sämtliche Ressourcen mit einer einheitlichen Quote zu behandeln, können Regeln differenziert an die jeweilige Aufgabe angepasst werden.
Für eine Akutambulanz sind andere Reserven erforderlich als für eine Spezialambulanz, einen therapeutischen Bereich oder die Nutzung eines diagnostischen Geräts. Auch der Zeitrahmen für „dringlich“ lässt sich fachlich definieren: Stunden im Akutbereich, Tage oder Wochen in anderen Versorgungsmodellen.
Damit bleibt die Planung wirtschaftlich, ohne dass die Einrichtung ihre Versorgungsfähigkeit dem Zufall überlässt.
Die zugrunde liegende Kontingentlogik ist ausdrücklich dafür konzipiert, Anteile der Verfügbarkeit, reservierte Einheiten sowie zeitlich gestaffelte Freigaben zu steuern.
Vergleichbar, ohne Komplexität zu verlieren
Klinikverbünde und größere Betreiberorganisationen benötigen Standards, aber keine Einheitsplanung. Globale Vorgaben – etwa für Auslastung, Patientenkontaktzeit, Leistungsvolumen oder reservierte Kapazitäten – können als Ausgangspunkt definiert und für einzelne Ressourcen, Einrichtungen oder Leistungsbereiche angepasst werden. Das ist besonders wertvoll, wenn Sie:
- mehrere Standorte oder Gesellschaften steuern
- Fachbereiche mit unterschiedlichen Versorgungsmodellen vergleichen
- Kapazitätsengpässe frühzeitig zwischen Standorten erkennen möchten
- Standards für neue Einrichtungen ausrollen
- Wachstumsinitiativen operationalisieren
- Synergien und Best Practices im Verbund identifizieren wollen
- eine konsistente Governance für Planung, Leistung und Auslastung etablieren möchten
Der MRM unterstützt dabei eine Vererbungslogik: Globale Einstellungen können als Vorschlagswerte an Ressourcen weitergegeben und dort gezielt angepasst werden.
Operative Exzellenz wird messbar
Für Private-Equity-Investoren, Managementgesellschaften und internationale Gesundheitsgruppen ist Terminmanagement weit mehr als ein operatives Werkzeug. Es ist ein zentraler Hebel für Kapazitätsauslastung, Wachstum, Personaleffizienz, Patientenaccess und die Skalierbarkeit des Betriebsmodells.
Der MRM schafft die erforderliche operative Transparenz, um Wertschöpfungspotenziale strukturiert zu erkennen:
- Welche Standorte besitzen freie, wirtschaftlich nutzbare Kapazitäten?
- Wo begrenzen Personal, Räume oder Geräte das Wachstum?
- Welche Leistungen werden im Verhältnis zu den verfügbaren Ressourcen geplant?
- Wo entstehen unnötige Leerlaufzeiten, kurzfristige Umplanungen oder ineffiziente Kapazitätsbindungen?
- Welche Standards lassen sich über mehrere Einrichtungen ausrollen?
- Wie kann eine Organisation wachsen, ohne Patientenzugänglichkeit und Versorgungsqualität zu beeinträchtigen?
Dafür liefert der MRM nicht nur eine geschlossene Oberfläche, sondern einen offenen Datenzugang. Zahlen und Fakten können für Reporting, Business Intelligence, Controlling oder angebundene Drittsysteme weiterverwendet werden. So wird die Terminplanung Teil einer integrierten Performance-Management-Architektur – statt ein isolierter operativer Prozess.
Ihre Daten bleiben steuerbar
Controlling endet nicht im Kalender. Der MRM ist als offenes System ausgelegt: Die im Termin- und Ressourcenmanagement entstehenden Daten können in Ihre bestehende Systemlandschaft eingebunden und für weiterführende Analysen genutzt werden – zum Beispiel mit:
- Data Warehouse und Business Intelligence
- ERP- und Finanzsystemen
- Abrechnung und Leistungsdokumentation
- Personal- und Workforce-Management
- CRM- und Zuweiserprozessen
- Konzernreporting und Management-Dashboards
Was sich dadurch ändert
Mehr Performance
Steuern Sie Patientenkontaktzeit, Leistungsvolumen und Auslastung anhand klarer Ziele – für Ressourcen, Fachbereiche, Standorte und ganze Verbünde.
Weniger Kosten
Vermeiden Sie Überplanung, Leerlauf und kurzfristige Improvisation. Setzen Sie Personal, Räume und Geräte dort ein, wo sie den größten Nutzen stiften.
Mehr Steuerbarkeit
Schaffen Sie eine gemeinsame Datenbasis für operative Führung, Controlling und Management – offen für Ihre Reporting- und Systemlandschaft.
Potenziale früher erkennen, Reibung reduzieren.
Der MRM gibt Ihnen die Transparenz und Steuerungsfähigkeit, um Versorgung, Personal und Wirtschaftlichkeit wirksam zusammenzubringen – auf Basis belastbarer Planungsdaten.
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